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Zielscheibe mit Pfeil im Bullseye als Sinnbild für hartnäckiges Nachfassen Hebel 2 · Dranbleiben

Angebote nachfassen: so wird aus dem Angebot ein Auftrag.

Du schickst das Angebot raus — und dann passiert nichts. Kein Anruf, keine Antwort. Bei den meisten bleibt's da liegen. Und der Auftrag? Geht an den Betrieb, der nachgehakt hat. Im Nachfassen liegt das meiste Geld, das du gerade liegen lässt.

Warum Nachfassen über den Auftrag entscheidet

Das wenigste wird beim ersten Angebot unterschrieben. Dein Kunde holt Vergleichsangebote, redet mit der Familie, schiebt's auf. Eine Wärmepumpe oder eine Sicherheitsanlage braucht Wochen Reifezeit. In dieser Zeit gewinnt nicht der Billigste — sondern der, der präsent bleibt, ohne zu nerven.

Wie selten das wirklich passiert: Harvard Business Review hat 2.241 Unternehmen geprüft — im Schnitt 42 Stunden bis zur ersten Reaktion auf eine Anfrage, und fast jeder Vierte (23 %) antwortet nie. Beim Nachfassen von Angeboten ist es selten besser. Genau das sehen wir, wenn wir in einen neuen Betrieb reinschauen: Anfragen, die tagelang liegen, Angebote, die keiner nachfasst — und damit Aufträge, die einfach verschenkt werden.Quelle: Harvard Business Review, „The Short Life of Online Sales Leads", 2011 (2.241 Unternehmen).

Der Trick ist nicht „öfter nachhaken". Der Trick ist: jeder Kontakt bringt dem Kunden etwas. Nie ein nacktes „wollte nur mal hören".

Die 8-Touch-Sequenz über 6 Wochen

Das ist die komplette Sequenz, die wir in echten Projekten fahren. Nimm sie und schalt sie scharf — jeder Schritt hat einen echten Grund:

WannWas du schickst
Tag 0Angebot raus.
Tag 2Kurz nachfragen: „Angebot angekommen? Erste Fragen?"
Tag 5Die 3 wichtigsten Positionen aus dem Angebot kurz erklären.
Tag 10Termin-Vorschlag fürs Rückfragen-Telefonat.
Tag 17Frist mit Substanz — z. B. „Der Förderantrag muss VOR der Beauftragung raus."
Tag 24Ein Beispiel aus einem echten Projekt / eine Referenz.
Tag 32Ehrlicher Last-Call: „Festhalten oder offen lassen?"
Tag 42Akte zu: „Soll ich aufhören, dich zu erinnern?"
T+0Angebot T+2Check T+5Erklären T+10Termin T+17Frist T+24Beispiel T+32Last-Call T+42Akte zu
Die 8 Kontakte über 6 Wochen — jeder mit eigenem Grund. Stopp, sobald der Kunde reagiert.

Kleinere oder B2B-Angebote mit kürzerem Entscheidungsweg? Dann reicht die kompakte Variante: Tag 1 / 3 / 5 / 7, danach ein aktiver Telefon-Nachfass.

Die Regeln, die's richtig machen

Beispiel-Mails zum Übernehmen

So klingen drei der acht Kontakte im Wortlaut — Platzhalter ersetzen, fertig. (Gehen an deinen Kunden, daher „Sie".)

Tag 2 · Betreff: Ihr Angebot — alles angekommen?
Guten Tag Herr/Frau [Name], ist mein Angebot vom [Datum] gut bei Ihnen angekommen? Falls etwas unklar ist oder Sie eine Position anders brauchen, sagen Sie kurz Bescheid — ich gehe das gern mit Ihnen durch. Beste Grüße [Dein Name], [Betrieb]
Tag 17 · Betreff: Kurz zur Förderung — bevor es zu spät ist
Guten Tag Herr/Frau [Name], eine Sache, die leicht übersehen wird: Den Förderantrag müssen wir stellen, BEVOR die Arbeiten starten — nachträglich geht es nicht. Wenn das Thema für Sie grundsätzlich passt, sollten wir das rechtzeitig anstoßen. Sagen Sie mir einfach Bescheid. Beste Grüße [Dein Name], [Betrieb]
Tag 42 · Betreff: Soll ich das Angebot offen lassen?
Guten Tag Herr/Frau [Name], ich möchte Sie nicht weiter mit Erinnerungen stören. Soll ich Ihr Angebot offen lassen oder erstmal schließen? Eine kurze Rückmeldung genügt — beides ist völlig in Ordnung. Beste Grüße [Dein Name], [Betrieb]

Wie viele Angebote liegen bei dir gerade unbeantwortet?

Mach den Umsatz-Check — in 60 Sekunden siehst du, wie viel Geschäft im Nachfassen steckt, das gerade liegen bleibt. Kostenlos, mit Report zum Mitnehmen.

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Häufige Fragen

Wann fasse ich ein Angebot zum ersten Mal nach?

Ein, zwei Tage nach dem Versand — kurz, ob's angekommen ist und ob Fragen offen sind. Wer zwei Wochen wartet, kommt oft zu spät: Da ist die Entscheidung schon woanders gefallen.

Wie oft darf ich nachfassen, ohne zu nerven?

So oft, wie du einen echten Grund hast. Jeder Kontakt bringt dem Kunden etwas — eine Erklärung, eine Frist, ein Beispiel. Und sobald er reagiert, hörst du sofort auf.

Was schreibe ich, wenn ich keinen neuen Grund habe?

Dann gibst du ihm einen: erklär eine Position aus dem Angebot, nenn eine echte Frist (z. B. einen Förder-Stichtag) oder zeig ein Beispiel aus einem ähnlichen Projekt. „Wollte nur mal hören" ist kein Grund — sowas wird weggeklickt.

Per Mail oder per Telefon nachfassen?

Beides. Das Telefon holt den Termin, die Mail hält den Kanal warm und ist nachlesbar. Die Sequenz oben mischt das bewusst.

Soll ich das automatisieren oder persönlich machen?

Die Sequenz darf automatisch laufen — aber mit einer echten Person als Absender, nicht „info@", und mit sofortigem Stopp, sobald der Kunde antwortet. Automatik darf nie in ein laufendes Gespräch grätschen.

Was, wenn der Kunde gar nicht reagiert?

Nach der letzten, würdevollen Mail machst du die Akte zu und legst eine Wiedervorlage in etwa sechs Monaten an. Kein endloses Hinterherlaufen — das kostet nur dich.

Wann soll ich endgültig aufhören?

Sobald er antwortet, anruft oder bucht (sofort Stopp). Sonst nach der ehrlichen Schluss-Mail: „Soll ich aufhören, dich zu erinnern?"

Lohnt das auch bei großen Angeboten wie einer Wärmepumpe?

Gerade da. Hochpreisige Entscheidungen brauchen Wochen Reifezeit — die Sequenz bleibt präsent, ohne zu drängen.

Wie viele Aufträge verliere ich, wenn ich nicht nachfasse?

Ehrlich: Das hängt von deinem Betrieb ab, und in der Praxis sind es überraschend viele. Statt zu schätzen, zeigt dir der Umsatz-Check schwarz auf weiß, wie viel im Nachfassen liegen bleibt.

Die nächste Frage

Nachfassen wirkt nur, wenn die Anfrage überhaupt schnell bei dir landet und nichts unterwegs liegen bleibt. Zwei Themen hängen direkt dran:

Schnell drangehen

Warum der erste Anruf den Auftrag holt — und wie du in Minuten statt Tagen reagierst.

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Nichts liegen lassen

Wie du jede Anfrage im Griff behältst, damit keine im Posteingang verschwindet.

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Die Sequenz kommt aus echten Salesclub-Projekten (Elektro/Wärmepumpe, SHK, Sicherheitstechnik) — das, was in der Praxis funktioniert, kein Versprechen auf Quoten. Evidenz zur Reaktionszeit: Harvard Business Review, „The Short Life of Online Sales Leads" (2011).